Zu
den Punkten 1 und 2 Manchmal sind wir nicht sehr
aufnahmefähig und lernbereit. Das Tor zum Lernen ist abgeschlossen, um bei
Paul Dennisons Bild zu bleiben. Viele kinesiologische Übungen sind Bewegungsabläufe
(Bsp. Brain-Gym). Sie sind der Schlüssel zum zugesperrten Lerntor.
Langsam,
konzentriert und wiederholt ausgeführte Übungen (Bewegungsabläufe)
schulen das Gehirn. Sie verbreitern die "Nervenautobahnen".
Die durch Bewegung gestärkten Nervenbahnen und Verbindungen, können
für jede Art von Lernen oder Tätigkeit gebraucht werden. Die
Aufnahme und Verarbeitung von Informationen wird verbessert.
Warum
müssen die Übungen wiederholt und konzentriert ausgeführt werden?
Eine Studie mit Ratten verdeutlicht diesen Zusammenhang: Das Gehirn von Ratten,
die mechanisch, repetitiv im Rad rennen, verändert sich durch diese Bewegung
nicht. Das Gehirn von Ratten, die sich auf den Weg im Labyrinth konzentrieren
müssen, verändert sich. (Keine Vergleichbare Studie an Menschen) Auch
Gefühle spielen beim Lernen eine wichtige Rolle. Haben Sie schon einmal versucht,
sich auf eine Aufgabe zu konzentrieren, als Sie verliebt waren? Schwierig, nicht
war? Denn unser Lernspeicher befindet sich im"emotionalen
Gehirn" (limbisches System mit Mamillarkörpern).
Dieses setzt sich beim Verliebt sein die rosarote Brille auf und hat für
banale Dinge wie den Berufs- oder Schulalltag nun wirklich keine Zeit ;-) Zudem
sind die Mamillarkörper auch mit dem Lust-Bestrafungszentrum (Amygdala) gekoppelt.
Alle starken Gefühle wie Wut und Angst entstehen in diesem Zentrum. Und wie
wenn das nicht genug wäre, um uns aus dem Lernkonzept zu bringen, steuern
die Mamillarkörper gleich noch unser Essverhalten. Ich kenne Menschen, die
ihr Lernen öfters durch den Gang zum gut gefüllten Kühlschrank
unterbrechen...
Lernen wird also von vielen Faktoren beeinflusst. Gewisse
kinesiologische Übungen wirken beruhigend und entstressend (zum Beispiel
Stirnpunkte halten). Das "emotionale Gehirn" (limbisches System) kann
seine rosarote Brille weglegen (und nach der Arbeit wieder aufsetzen, falls gewünscht). Zu
Punkt 3 Manchmal ist es dem gesunden Körper nicht möglich,
auf Sinnesreize sinnvoll zu reagieren. Die Hand bleibt auf der heissen Herdplatte
liegen, obwohl sie die Fähigkeit hätte, sich zurückzuziehen. Dazu
ein Beispiel: Sie sehen eine Person und hören deren Stimme. Sofort checkt
ihr Gehirn, diese Sinnesreize: Kenne ich dieses Gesicht? Erinnert mich der Klang
der Stimme an etwas oder jemanden? Nehmen wir an, dass Sie die Person nicht kennen,
die Stimme jedoch erinnert Sie an Ihren ehemaligen Lehrmeister. Dieser hatte die
Angewohnheit, Sie vor der ganzen Belegschaft blosszustellen. Der Mann, den sie
soeben kennen gelernt haben, könnte der netteste der Welt sein: Haben Sie
den Stress mit Ihrem damaligen Lehrmeister nicht verarbeitet, werden Sie ihn nicht
mögen. Im Gegenteil: Ihr Körper wird mit Stresssymptomen reagieren (nasse,
kalte Hände, Herzklopfen...), genau wie damals vor x Jahren.
Diese
Prozesse sind uns selten bewusst, sie sind also dem Verstand nicht oder nur schwer
zugänglich. Der kinesiologische Muskeltest (das
Bio-Feedback) leistet hier gute Dienste. Präzise kann die Ursache eines Ungleichgewichtes
erkannt werden (in unserem Beispiel die Erinnerung an den Lehrmeister) und die
Blockade durch eine sogenannte Balance gelöst
werden. Natürlich werden sie sich weiterhin an ihren Lehrmeister erinnern;
die einschüchternde Wirkung wird er allerdings verloren haben und sie können
die neu kennen gelernte Person unvoreingenommen betrachten. Wer weiss, vielleicht
zieht sich Ihr limbisches System ja die rosarote Brille an? ;-) |